Statements

Liebe Musikinteressierte, liebe Freunde von Zoglau3,

Jetzt ist schon das dritte Jahrzehnt des eigentlich immer noch recht neuen Jahrtausends angebrochen. Und auch für den Raum für Musik hat sich eine inzwischen nicht unbeträchtliche Vergangenheit heranentwickelt.

Zeit also einen Blick zurück zu werfen und das Erreichte in Zusammenhang mit dem neu Entstehenden zu sehen.

2020 werden deshalb auch langjährige Bands eines der Themen des Programms in Zoglau3 sein.

Im jetzt vorliegenden neuen Winter/Frühjahrprogramm 2020 ist es das Quartett  Root 70 des Posaunisten Nils Wogram, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Solche kontinuierliche Zusammenarbeit ermöglicht die Entwicklung eines unverwechselbaren Bandsounds und führt zu Präzision und Subtilität. Die einzelnen Persönlichkeiten der Musiker bleiben darin erkennbar und gleichzeitig entwickelt sich daraus ein gemeinsames musikalisches Konzept.

Ein weiteres Thema ist dem Soloklavier gewidmet. Mit Rainer Böhm und Jacques Demierre  stellen wir zwei herausragende, doch in ihren künstlerischen Positionen unterschiedliche Pianisten vor und laden zu einem interessanten Vergleich ein.

Und schließlich wird ein Thema die Integration des Alten in das Neue und umgekehrt sein. Schon immer war Christian Elin ein Grenzgänger zwischen den klassischen Spielweisen und dem Jazz, ohne in ein kitschiges Crossover zu münden. Sein Projekt mit der Gambistin Annalisa Pappano integriert den Sound dieses Instruments der Alten Musik in die Kunst der Jazzimprovisation und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf die Improvisationspotentiale in der Alten Musik.

Das Trio SPEAK LOW, der aus der Schweiz stammenden, jetzt in Berlin lebenden Sängerin Julia Cadotsch wiederum verwandelt alte, schon etwas angestaubt wirkende Jazzstandarts zu einer neuen, spannenden, die Substanz des Alten neu erfahren machenden Musik.

Wir wünschen viel Vergnügen und spannende Hörerfahrungen mit dem neuen Programm.

 

Ihre Ina & Emmerich Hörmann