Statements

Frühjahr 2013

Liebe Freunde von Zoglau, verehrte zukünftige Hörer,

von Vielen bereits heftig ersehnt, ist das neue Frühjahrsprogramm 2013 endlich fertig.

Noch im Spätwinter beginnen wir mit einem hochkarätigen Konzert des Quartetts Klaro mit Karolina Strassmayer als Bandleaderin. Wenn Mainstream so gefühlvoll und frisch präsentiert wird, wie in diesem deutsch- amerikanischen Quartett, dann gibt es auch in dem eher experimentelleren Klängen zugeneigten Zoglau einen Platz dafür.

Marc Copland und Daniel Schläppi stehen für den verfeinerten, auf das Wesentliche reduzierten, kammermusikalischen Jazz. Marc Copland, berühmt geworden durch seinen Sinn für harmonische Schattierungen, zählt zu den herausragenden Vertretern dieser Jazzgattung.

Die Bläser des Schweizer-Holz-Trios werden den Raum für Musik hingegen eher aufmischen, wenn sie mit ihrer Virtuosität und ihrem Sinn für Klangfarben aufspielen. Holz trifft hier auf Holz und wird sich in der hervorragenden Akustik entfalten.

Fast schon eine kleine Big Band, jedenfalls gemessen an den eher intimen Zoglauer Verhältnissen, stellt das Quintett mit dem seltsamen Namen Underkarl des Kölner Kontrabassisten Sebastian Gramss dar. Seine reizvollen Kompositionen und Arrangements entfalten sich als musikgewordener Kommentar zu eigenen Hörerfahrungen. Mit großer Leichtigkeit wird hier dem Jazz die Krone aufgesetzt.

In ganz andere, aber musikalisch nicht weniger relevante Gefilde entführt uns das letzte Gesprächs-Konzert, das die Frühjahrssaison abrundet. Darin wird Leben und das musikalische Umfeld der jüdischen Musikerin, Pianistin und Musikpädagogin Alice Herz-Sommer vorgestellt. Zu Ihrem Überleben des Naziterrors gesellt sich inzwischen eine zweite, erfreulichere Unwahrscheinlichkeit, daß sie nämlich bereits in ihrem 110 Lebensjahr in London lebt.

Ein abwechslungsreiches und spannendes musikalisches Frühjahr 2013 wünschen
Ina & Emmerich Hörmann

Frühjahr 2012

Liebe zukünftige Gäste, liebe Freunde des Raumes für Musik,

unser neues Frühjahrsprogramm 2012 ist fertig.
Wir werden in diesem Jahr zum ersten Mal das Frühjahrs- und Sommerprogramm getrennt herausgeben; der erfreuliche Grund hierfür ist, daß die Zahl unserer Konzerte gewachsen ist.
Denn die gegenwärtige Jazzszene ist, im Gegensatz zu manchen in jüngster Zeit geäußerten Unkenrufen, so reichhaltig und vital, daß man oft gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Eines ist jedenfalls wichtig: Man muß hingehen und hinhören. Dann eröffnet sich einem eine lebendige  Musik, die manche Leute vielleicht in irgendwelchen unerreichbar zurückliegenden goldenen Zeitaltern vermuten, nur nicht hier, jetzt und heute. Was sich nämlich fast unter der Hand ereignet, ist eine Neubestimmung dessen, was man geläufigerweise mit Jazz bezeichnet.
Diese Neubestimmung besteht im Zusammenfließen der unterschiedlichen, täglichen musikalischen Realitäten von Klassik, Pop etc. (nicht umsonst heißt eine Sendung im Deutschlandfunk so) in einer neuen improvisatorisch-kompositorischen Einheit. In dieser Neubestimmung wird Jazz zu einer Kunstform, die am schnellsten auf die Gegenwart mit musikalischen Mitteln reagiert.
Wir reagieren darauf, daß wir versuchen diese Musik in Zoglau so gut wie möglich zu präsentieren.
Es werden in diesem Frühjahrsprogramm Musiker auftreten, die wie Samuel Rohrer, Claudio Puntin und Oliver Potratz zum Teil mehrmals in anderen Bands bei uns gespielt haben. Der Multiinstrumentalist John Schröder, in Zoglau bisher als Schlagzeuger bekannt, wird gleich zweimal als Pianist auftreten. Und das Philip van Endert Trio kommt nach längerer Pause bereits zum zweitenmal hier her. Der Bassist dieses herausragenden Ensembles, André Nendza war auch schon in anderen Formationen in Zoglau zu hören. Abgerundet wird das Programm von dem Pablo Held Trio, das zu Recht als einer der ganz heißen Tips für die nächsten Jahre angesehen wird.
Wir wünschen Ihnen eine schöne und spannende Hörerfahrung

Ihre Ina & Emmerich Hörmann
Zoglau3
Raum für Musik